Jörg Conrady
Warum WNETZ entstanden ist
In der täglichen Ingenieursarbeit stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Wie berechnet man ein verzweigtes oder vermaschtes Druckleitungsnetz schnell, zuverlässig und ohne den Aufwand komplexer GIS-basierter Großsysteme? Excel versagt bei vermaschten Netzen. Kommerzielle Systemlösungen sind für kleine bis mittlere Projekte überdimensioniert und kostenintensiv.
Um das Jahr 2000 begann die Entwicklung von WNETZ – zunächst als internes Werkzeug für die eigene Ingenieursarbeit. Die Anforderung war klar: Die Software soll hydraulisch korrekt rechnen, sich in wenigen Stunden erlernen lassen und ohne IT-Abteilung betrieben werden können. Heute nutzen über 100 Ingenieurbüros und Industriebetriebe im deutschsprachigen Raum WNETZ für ihre Projekte.
Beruflicher Werdegang
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1984 – 1987Studium Konstruktiver IngenieurbauFH Münster – Konstruktiver Ingenieurbau, Statik, Bauphysik, Abschluss Dipl. Ing.(Fh)
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1987 – 1991Studium Siedlungswasserwirtschaft, Abschluss Dipl.-Ing.(TU)Technische Universität Berlin – Schwerpunkte: hydraulische Bemessung, Wasserversorgung, Abwassertechnik, Strömungslehre
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1992 – 2009Projektingenieur – Ingenieurbüro Spiekermann, Düsseldorf17 Jahre Planungs- und Beratungstätigkeit in der Wasserwirtschaft: Wasserversorgungsnetze, Pumpwerke, Druckleitungen, Hochwasserschutz. Spiekermann Ingenieure GmbH ist eines der führenden Ingenieurbüros für Wasser und Umwelt in NRW.
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Ab 2000Entwicklungsbeginn WNETZStart der Softwareentwicklung aus dem Bedarf der täglichen Ingenieursarbeit heraus. Iterativer Ausbau der Berechnungsengine, Einführung der grafischen schematischen Eingabe und der Pumpenkennlinien-Berechnung.
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Ab 2009Ingenieur – Bergisch-Rheinischer Wasserverband (BRW), HaanDer BRW ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und einer der großen Wasserwirtschaftsverbände in NRW. Zuständig für Abwasserbehandlung, Gewässerunterhaltung und Wasserführung im Verbandsgebiet zwischen Rhein, Ruhr und Wupper – Verantwortung für über 500.000 Menschen in der Region.
Fachliche Schwerpunkte
Die Berechnungsverfahren in WNETZ basieren auf den in der Wasserwirtschaft etablierten Normen und Methoden: Druckverlustberechnung nach Darcy-Weisbach, Reibungsbeiwert nach Colebrook-White, FEM-Gleichungssystem nach Cholesky-Algorithmus. Die Software bildet damit den Stand der Technik ab, wie er in Ingenieurbüros täglich angewendet wird.
Entwicklungsphilosophie
WNETZ richtet sich an Ingenieure, die verlässliche Ergebnisse brauchen – ohne monatelange Einarbeitung und ohne fünfstellige Lizenzkosten. Die Software ist bewusst auf kleine bis mittlere Netze bis 1.000 Knoten ausgelegt. Für Stadtnetze mit GIS-Integration gibt es besser geeignete Systemlösungen; für den Alltag in Ingenieurbüros und bei Wasserversorgungsverbänden ist WNETZ die praktische Alternative.
Jede neue Version entsteht aus dem direkten Feedback der Nutzer und aus den Anforderungen der eigenen Praxis. Das Ergebnis ist eine Software, die das tut, was sie soll: schnell, korrekt und ohne Umwege zum Berechnungsergebnis führen.
Direkter Kontakt zum Entwickler
- Name Jörg Conrady, Dipl.-Ing.
- E-Mail joerg.conrady@web.de
- Telefon 0176 43403040
- Website www.wnetz.info